(Buenos Aires, 27. Juli 2006, púlsar)
Die mexikanische Gruppe des
Weltverbands der Basisradios AMARC (Asociación Mundial de Radios
Comunitarias en México) verurteilte den Angriff auf die Radiostation der
Autonomen Universität Benito Juárez in Oaxaca in der Nacht des 22. Juli.
Studenten der Universität und Mitglieder einer "Volksversammlung von
Oaxaca", die den Radiosender zur Unterstützung der seit Wochen in Oaxaca
demonstrierenden Lehrer betreiben, zeigten an, dass etwa 20 Unbekannte
die Einrichtungen des Radios beschossen hätten. Nach ihren Angaben
könnten die Angreifer Verbindung zur Regierung des Bundesstaates Oaxaca
von Ulises Ruiz Ortiz haben.
Der Angriff reiht sich ein in die gewalttätigen Übergriffe gegen Lehrer
in Oaxaca Anfang Juni. AMARC-Mexiko erklärte gemeinsam mit
Menschenrechtsorganisationen, dass sich das Universitätsradio zur
wichtigsten Stimme der sozialen Bewegung in Oaxaca entwickelt habe,
nachdem am 14. Juni während der Zwangsräumung der streikenden
Lehrerschaft vom zentralen Platz der Stadt die Ausrüstung vom
alternativen Radio Plantón zerstört worden war. Die
Basisradio-Organisation ruft deshalb die Behörden in Oaxaca und auf
Bundesebene auf, den Angriff gegen Radio Universität sowie die bisher
ungestraften Vorkommnisse gegen die kämpfenden Lehrer unverzüglich und
unparteiisch zu untersuchen.